Arbon - Bleiche 2

Country/Area

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Arbon

Place name

Bleiche 2

Type of site

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admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:15

Responsible for site

Amt für Archäologie
Irene Ebneter
Schlossmühlestrasse 15a
8500 Frauenfeld

Administrative contact

Amt für Archäologie Schlossmühlestrasse 15a CH - 8510 Frauenfeld

Dating

Years BC

Extension (ha): 
1,00
Height above sea level (m): 
394,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / jüngere Frühbronzezeit, Dendrodaten: Ohne Waldkante --> mehrheitlich 16. Jahrhundert v.Chr.

Description

see German version (no translation available). / Im Jahre 1944 wurde das sumpfige Bleiche-Areal im Rahmen der „Anbauschlacht Wahlen“ grossflächig drainiert. In den frisch ausgehobenen Gräben fand der Arboner Zahnarzt Otto Meyer-Boulenaz zahlreiche jungsteinzeitliche und frühbronzezeitliche Objekte. Die Entdeckung des frühbronzezeitlichen Dorfes erregte grosses Aufsehen, handelte es sich doch um eine der ersten Seeufersiedlungen dieser Epoche. Aus diesem Grund entschloss man sich, die Fundstelle grossflächig freizulegen. Unter der Leitung von Karl Keller-Tarnuzzer gruben 1945 etwa dreissig internierte polnische Soldaten über 2300 m² des bronzezeitlichen Dorfes aus. Anhand der Dendrodaten, der Pfahlverteilung und der Fundauswertung kann belegt werden, dass die früh- und mittelbronzezeitliche Siedlung Bleiche 2 mindestens dreiphasig war und etwa von 1700 v.Chr. bis 1500 v.Chr. besiedelt worden ist. Bis jetzt lassen sich 18 mehr oder weniger klare Hausstandorte fassen. Es handelte sich bei diesen Gebäuden vermutlich durchwegs um Bauten mit ca. 3,5–4,5 m Breite und 4,5–6,0 m Länge und leicht abgehobenen Böden. Das Dorf wurde von mehreren Palisaden umgeben. Das umfangreiche Fundmaterial setzt sich aus über 15’000 Keramikscherben, 102 Bronzegegenständen, darunter Nadeln, Dolche, Lanzenspitzen und Beile sowie seltenen Schmuckgegenständen aus Gold, Bernstein und Glas zusammen. Die Keramikgefässe sind zum Teil sehr fein und reich verziert. Das grosse Fundensemble bildet ein Referenzmaterial und definiert die sogenannte „Arboner Gruppe“ der jüngeren Frühbronzezeit.

Bibliography comment

Hochuli 1994; Unpubl. Dendrobericht Dendronet 2005; Leuzinger 2000; de Capitani et al. 2002; Jacomet, Leuzinger u. Schibler 2004; Benguerel et al. 2010.