Äschi SO - Burgäschisee-Nord

Country/Area

Community

Äschi SO

Place name

Burgäschisee-Nord

Type of site

Associated Pile Dwelling Site (AS / S2)

Last edited by

Christoph Lötscher

Last update

Wed, 05/20/2015 - 15:26

Responsible for site

Kantonsarchäologie
Christoph Lötscher
Werkhofstrasse 55
4500 Solothurn

Administrative contact

Kantonsarchäologie Solothurn Werkhofstrasse 55 CH - 4500 Solothurn
Extension (ha): 
0,90
Height above sea level (m): 
464,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Die typologische Datierung der Keramik weist in die 1. Hälfte des 4. Jahrtausends (Cortaillod) und in die 1. Hälfte des 3. Jahrtausends (Schnurkeramik).

Description

see German version (no translation available). / Die Fundstelle am Nordufer des Sees wurde 1877 erstmals untersucht. Auf einer Fläche von 40 x 20 m fand sich in 50-100 cm Tiefe zwischen Torf und Seekreide eine Kulturschicht, die in 15-20 m Entfernung vom See allmählich auslief. Die einzeln oder zu zweien und dreien stehenden Pfähle reichten nicht bis an die Bodenoberfläche. Die Funde wurden nach Burgdorf ins Museum gebracht. Bei der zweiten Ausgrabung im Jahre 1902 wurde Graben an Graben senkrecht zum See gelegt. Nach Durchsuchen des Aushubs wurden die Gräben sogleich wieder zugefüllt. Die Ausgräber erwähnen Knüppelböden, Reste von mit Lehm bekleidetem Astgeflecht und Böden aus fest gestampftem Lehm. Die sehr zahlreichen Funde wurden gleichwertig zwischen den Museen von Bern und Solothurn aufgeteilt. Anlässlich der Meliorationsarbeiten von 1943 wurde der Seespiegel etwa 1 m tiefer gelegt, der alte Abfluss zugeschüttet und ein neuer Kanal als Abfluss angelegt. Das Gelände konnte damals nur summarisch untersucht werden. 1945 durchgeführte Bohrungen und Sondierschnitte ergaben, dass die Pfahlbaustation zum grössten Teil ausgegraben ist. Kleinere unversehrte Partien von einigen Metern Breite konnten noch am West- und am Ostrand der Siedlung festgestellt werden. Neuere Untersuchungen haben nicht stattgefunden. Ursprünglich war der See grösser. Der Seespiegel ist in den 1850er Jahren vermutlich ein erstes und 1943 dann ein zweites Mal jeweils um rund 1 m tiefer gelegt worden. Die Fundstelle dürfte deshalb von Austrocknungsproblemen betroffen sein.

Bibliography comment

Keller 1879, 25-28; JbBHM 1903, 23-32; Wiedmer-Stern 1904, 302-314; JbSGU 35, 1944, 41; JbSGU 36, 1945, 34-35; Wey, 1999, 72-74.