Bad Buchau - Wasserburg-Buchau

Country/Area

Community

Bad Buchau

Place name

Wasserburg-Buchau

Type of site

Associated Pile Dwelling Site (AS / S2)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:15

Responsible for site

Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Arbeitsstelle für Feuchtbodenarchäologie
Fischersteig 9
783443 Gaienhofen-Hemmenhofen
e-mail: helmut.schlichtherle@rps.bwl.de

Administrative contact

Regierungspräsidium Stuttgart, Ref. 85 D - 78343 Gaienhofen-Hemmenhofen Fischersteig 9 Regierungspräsidium Tübingen, Ref. 26 D - 72016 Tübingen Alexanderstrasse 48

Dating

Years BC

Extension (ha): 
2,03
Height above sea level (m): 
580,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Spätbronzezeitliche Fundkomplexe der Phasen Ha A2, B1 und B (2)3. Dendrodaten: zwischen 1058 und 852 v. Chr. Bauphasen: Wb1 1058-1054 v. Chr., Wb2a 1006-988 v. Chr., Wb2b 964-945 v. Chr., Wb2c 932-925 v. Chr., Wb3 867-852 v. Chr.

Description

see German version (no translation available). / Die Station liegt inmitten des südlichen Federseeriedes südöstlich von Bad Buchau. Ihre Entdeckung führte zu einer der spektakulärsten archäologischen Ausgrabungen im nördlichen Alpenvorland der 20er Jahre. 1921-1928 wurde die Siedlung vom Urgeschichtlichen Forschungsinstitut der Universität Tübingen und dem Altertumsverein Bad Buchau unter der Leitung von H. Reinerth fast vollständig ausgegraben. 1937 folgte eine weitere Grabungskampagne unter seiner Leitung. Bei einer Nachuntersuchung 1940 konnten Hölzer geborgen und von B. Huber relativchronologisch datiert werden. Diese Daten bildeten einen ersten Meilenstein in der archäologischen Jahrringforschung. Auch erste begleitende Analysen seitens der Paläobotanik, der Moorgeologie, Holzartenbestimmung sowie Dendrochronologie, Zoologie und Anthropologie fanden statt. Weitere Nachuntersuchungen folgten 1981 durch das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und 1998/99 durch das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen in Verbindung mit dem Landesdenkmalamt. Die durch Palisadenringe befestigte Wasserburg Buchau ist die bisher einzige Siedlung der spätbronzezeitlichen Urnenfelderkultur im Federseebecken. Die Häuser, in Blockbautechnik und Pfosten-Lehmbauweise, sind in Gruppen angeordnet. Baubefunde und dendrochronologische Untersuchungen belegen eine Mehrphasigkeit der Siedlung. Das keramische Material umfasst mehrere Perioden der Urnenfelderkultur HaA2 bis B3. Zudem liegen zahlreiche Bronzefunde vor. Die Station ist von herausragender forschungsgeschichtlicher Bedeutung. Einzelne Fußböden von Gebäuden und der größte Teil der Palisaden befinden sich noch immer in situ.

Bibliography comment

Reinerth 1928; Paret 1941, 1-50; Jockenhövel 1986, 565ff.; Kimmig 1992; Billamboz, 1992, 293ff.; Schlichtherle 1997, 98f.; Schöbel 1999, 74-77; Billamboz 2004/05, 97-105.