Bad Schussenried - Aichbühl

Country/Area

Community

Bad Schussenried

Place name

Aichbühl

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:16

Responsible for site

Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Arbeitsstelle für Feuchtbodenarchäologie
Fischersteig 9
783443 Gaienhofen-Hemmenhofen
e-mail: helmut.schlichtherle@rps.bwl.de

Administrative contact

Regierungspräsidium Stuttgart, Ref. 85 D - 78343 Gaienhofen-Hemmenhofen Fischersteig 9 Regierungspräsidium Tübingen, Ref. 26 D - 72016 Tübingen Alexanderstrasse 48

Dating

Years BC

Extension (ha): 
1,60
Height above sea level (m): 
579,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Fundkomplex der Aichbühler Kultur. Durch „wiggle matching“ versichertes Dendrodatum im Bereich 4260-4100 v. Chr. Zusätzliche 14C-Daten liegen zwischen 4390 und 4280 BC cal.

Description

see German version (no translation available). / Der Fundplatz liegt im südlichen Federseemoor am südlichsten Zipfel des ehemaligen Sees. Die Siedlung wurde 1875 beim Torfstich im „Großen Ried“ entdeckt. Erste Ausgrabungen wurden bereits 1879 von E. Frank durchgeführt. Ab 1919 bis 1930 folgten zahlreiche Ausgrabungskampagnen, zunächst in einem Gemeinschaftsunternehmen von Denkmalpflege und Universität Tübingen, später unter der Leitung des Urgeschichtlichen Forschungsinstituts der Uni Tübingen (UFI). Nachuntersuchungen des Landesdenkmalamtes Baden Württemberg fanden in den Jahren 1980 und 1983 statt, wobei unter anderem Dendro- und 14 C-Proben genommen wurden. Die besonders gut erhaltene und in den 20er Jahren weitgehend ausgegrabene Siedlung Aichbühl ist namengebend für die Aichbühler Kultur. Das Fundmaterial der Siedlungen ist vor allem durch reich verzierte Tonbecher ausgezeichnet, deren Zickzack- und Metopenbänder in spitzer Furchenstichtechnik ausgeführt sind. An Siedlungsbefunden zeigten sich relativ große, zweiräumige, aus Holz und Lehm errichtete Pfostenbauten mit mehrfach erneuerten Fußböden und Vorplätzen. Aichbühl war eine offene Siedlung und umfasste 23-25 Häuser in mehreren Reihen. Die Station hat eine große forschungsgeschichtliche Bedeutung. Teile der Fundschicht sind unter nicht abgetorften Resten des Hochmoores erhalten.

Bibliography comment

Frank 1876; Gut/Strobel 1996, 179ff.; Schlichtherle 1991, 208ff; Billamboz 1992, 293ff; Schlichtherle 1988, 91ff; Strobel 2000a, 217 ff.