Bad Schussenried - Olzreuter See

Country/Area

Community

Bad Schussenried

Place name

Olzreuter See

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:15

Responsible for site

Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Arbeitsstelle für Feuchtbodenarchäologie
Fischersteig 9
783443 Gaienhofen-Hemmenhofen
e-mail: helmut.schlichtherle@rps.bwl.de

Administrative contact

Regierungspräsidium Stuttgart, Ref. 85 D - 78343 Gaienhofen-Hemmenhofen Fischersteig 9 Regierungspräsidium Tübingen, Ref. 26 D - 72016 Tübingen Alexanderstrasse 48
Extension (ha): 
2,68
Height above sea level (m): 
572,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Funde der Schussenrieder Kultur und der Pfyn-Altheimer Gruppe Oberschwabens. Dendrodaten: 3709-3707 v. Chr.

Description

see German version (no translation available). / Die Entdeckung der direkt am Ufer des Olzreuter Sees gelegenen Ufersiedlungen geht auf das Jahr 1882 zurück. Fundmaterial aus den Grabungen von E. Frank ist mehrheitlich der Schussenrieder Kultur zuzuweisen. Einige Funde der Sammlung Forschner sind der Pfyn-Altheimer Gruppe Oberschwabens zuzuweisen. Nachforschungen des Landesdenkmalamtes Baden-Wüttemberg fanden in den Jahren 1982 und 1983, weitere Begehungen und Tauchgänge in den Jahren 1981, 1986, 1992 und 1996 statt. Auf der markanten Halbinsel im Nordosten des Sees und landwärts davon konnten die Reste einer Ufersiedlung lokalisiert werden, die landseits von Norden her ehemals wohl nur durch einen schmalen Korridor zugänglich war. Der Siedlungsplatz besaß damit inselartigen Charakter. Kulturschichtreste sind siedlungsrandlich in der zwischen Halbinsel und Festland gelegenen Mulde erhalten. Auf der Halbinsel, dem eigentlichen Siedlungsareal, ist ein Pfahlfeld vorhanden. Pfahlfeld und Fundstreuung reichen bis zu 5-8m in den heutigen See. Von hier und aus den Sondierschnitten kommen neben Geweih-, Felsgestein- und Silexartefakten, Keramik der Pfyn-Altheimer Gruppe Oberschwabens. Dem Fundmaterial nach zu urteilen dürfte mit der Ufersiedlung (Fst.1) der Forschner'sche Moorbau wiederaufgefunden worden sein. Die durch E. Frank ausgegrabene Schussenrieder Siedlung konnte dagegen noch nicht lokalisiert werden. Sie ist im Bereich der Fundstelle 2 und 3 zu vermuten, wo ebenfalls Siedlungsreste durch Keramikfunde (Fst. 2) oder prähistorische Pfähle (Fst. 3) angezeigt sind. Die Station bietet umfangreiche Pfahlfelder, horizontal verstürzte Holzbauteile und in Mudde eingelagerte Fundstreuungen.

Bibliography comment

Frank 1883, 8 ff.; Tröltsch 1902, 136 f.; Schlichtherle 1995, 71; Strobel 2000a, 462.