Bad Schussenried - Riedschachen

Country/Area

Community

Bad Schussenried

Place name

Riedschachen

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:16

Responsible for site

Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Arbeitsstelle für Feuchtbodenarchäologie
Fischersteig 9
783443 Gaienhofen-Hemmenhofen
e-mail: helmut.schlichtherle@rps.bwl.de

Administrative contact

Regierungspräsidium Stuttgart, Ref. 85 D - 78343 Gaienhofen-Hemmenhofen Fischersteig 9 Regierungspräsidium Tübingen, Ref. 26 D - 72016 Tübingen Alexanderstrasse 48
Extension (ha): 
0,32
Height above sea level (m): 
580,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Fundkomplexe der Aichbühler-Gruppe, der Schussenrieder Kultur und der Pfyn-Altheimer Gruppe, Streufunde der Stichbandkeramik und Rössener Kultur. Dendrodaten: nach 3871 v. Chr.

Description

see German version (no translation available). / Die Station Riedschachen liegt im südlichen Federseemoor im Bereich des Hauptentwässerungsgrabens, nordöstlich der jungneolithischen Siedlung Aichbühl. Sie wurde bereits 1875 von E. Frank und E. Paulus entdeckt. Ende des 19. Jh. wurden Grabungen von E. Frank, O. Fraas und E. Paulus durchgeführt. Die Station auf Schussenrieder Gemarkung war Namen gebend für die Schussenrieder Kultur. Von 1919 bis 1928 fanden bedeutende Grabungen des Urgeschichtlichen Forschungsinstituts (UFI) Tübingen unter der Leitung von R.R. Schmidt statt, die umfangreiche Holzbefunde freilegten. 1937 wurde eine weitere Fläche von H. Reinerth aufgedeckt. Ebenfalls unter seiner Leitung wurde 1940 eine Sondage zur Holzprobenentnahme durchgeführt, die zu einem erstmaligen Aufbau einer Jahrringchronologie durch B. Huber beitrug. 1963 erfolgten Sondagen von E.Wall und dem Institut für Ur- und Frühgeschichte Köln zur Entnahme von 14C-Proben und Proben für pollenanalytische Untersuchungen. Nachuntersuchungen des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg unter der Leitung von H. Schlichtherle begannen 1982 und wurden 1996 fortgeführt. In Riedschachen konnten mehrere Kulturschichten nachgewiesen werden. Die unteren, weniger gut erhaltenen Schichten gehören zu einer Besiedlung der Aichbühler Gruppe (Riedschachen I). Die obersten Schichten lieferten Scherben der Schussenrieder Kultur (Riedschachen II). Partiell sind auch Straten einer Besiedlung der Pfyn-Altheimer Gruppe Oberschwabens nachweisbar (Riedschachen III). Einige Hausbereiche und Fundschichten in Torf und Mudde sind noch in situ erhalten. Die Station gehört zu den bedeutenden Stätten der Forschungsgeschichte.

Bibliography comment

Paulus 1875, 103-106; Reinerth 1923b,74ff.; Vogt 1955, 150ff.; Billamboz 1998,162; Strobel 2000a, 173 ff., 442.