Cham - Bachgraben

Country/Area

Community

Cham

Place name

Bachgraben

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:15

Responsible for site

Amt für Denkmalpflege und Archäologie
Gishan F. Schaeren
Hofstrasse 15
6300 Zug

Administrative contact

Kantonsarchäologie Zug Hofstrasse 15 CH - 6300 Zug
Extension (ha): 
0,34
Height above sea level (m): 
414,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Älteres und jüngeres Horgen (typologisch datiert), Schnurkeramik (Dendrodaten um 2420 v.Chr.), Früh- und Mittelbronzezeit (typologisch datiert).

Description

see German version (no translation available). / Die Ufersiedlung Cham–Bachgraben wurde 1887 von Jakob Heierli bei Arbeiten für einen Kanalisationsgraben entlang der Kantonsstrasse entdeckt. Anfang 20. Jh. grub der Landwirt Walter Grimmer dort mehrfach. 1929/31 führte Michael Speck Sondiergrabungen durch. 1992 und 1994 wurden auf Grund einer geplanten Überbauung Gefrierkernbohrungen und Baggersondierungen gemacht, die positiv verliefen. Weitere Sondiergrabungen im Jahr 2007 erlaubten es, das Grabungsprojekt, das seit Sommer 2009 und noch bis im Herbst 2010 auf ca. 3000 Quadratmetern stattfindet, genauer zu definieren. Die Kulturschichten (Michael Speck beobachtete stellenweise zwei durch Seekreide getrennte) sind durch Bachablagerungen gut überdeckt. Sie liegen rund 1 m über dem Seespiegel und befinden sich damit in einem andauernden Austrocknungsprozess. Die Horgener und Schnurkeramik-Schichten dürften bereits grösstenteils erodiert sein. Die neusten Ausgrabungen haben in einem begrenzten Bereich Specks Beobachtungen bestätigt. Allerdings ist das Schichtpaket in die ältere Horgener Kultur und das jüngere (ohne weitere Trennschicht) in die jüngere Horgener Kultur und die Schnurkeramische Kultur zu datieren. Die Fundstelle hat Keramik- und Steinartefakte geliefert, die der Horgener und der Schnurkeramikkultur zuweisbar sind, weiter wurden Gold- und Bronzefunde aus der Früh- und Mittelbronzezeit gemacht.

Bibliography comment

Speck 1991, 16-18; Eberli 2004; de Capitani/Schaeren 2010.