Ermatingen - Westerfeld

Country/Area

Community

Ermatingen

Place name

Westerfeld

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:16

Responsible for site

Amt für Archäologie
Irene Ebneter
Schlossmühlestrasse 15a
8500 Frauenfeld

Administrative contact

Amt für Archäologie Schlossmühlestrasse 15a CH - 8510 Frauenfeld
Extension (ha): 
3,13
Height above sea level (m): 
397,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Typologisch: Pfyner Kultur, Horgener Kultur, Schnurkeramik; 9 Dendrodaten mit Waldkante mit Schlagdaten um: -2862, -2889, -3049, -3146.

Description

see German version (no translation available). / Im westlichen Buchtbereich – östlich von Ermatingen-Büge – liegt die Flur „Westerfeld“. Seit dem 19. Jahrhundert ist in diesem Bereich eine Pfahlbaufundstelle bekannt. Winiger/Hasenfratz legten 1981–1982 Bohrungen sowie einen 6 m langen Sondierschnitt an. Es fanden sich zum Teil gut erhaltene Kulturschichten der Pfyner, Horgener und schnurkeramischen Kultur. Die durch Bohrungen eingrenzbaren Dorfareale sind seewärts durch mächtige Sedimente geschützt, uferwärts waren sie aber der Erosion ausgesetzt. Deshalb führte das Amt für Archäologie Thurgau im November/Dezember 1998 umfangreiche Schutzmassnahmen durch. Ausgelöst wurde diese Aktion durch die beobachteten Erosionen am Seegrund bzw. durch Pläne für eine Schwimmsteganlage (diese wurde aber nicht gebaut). Die am Seegrund freiliegenden Schichten wurden auf einer Fläche von ca. 700 m² mit einer Vliesmatte abgedeckt, mit Armierungsnetzen beschwert und mit etwa 5–10 cm Kies überschüttet. Vorgängig wurde der Seegrund in zwei Bereichen auf etwa 200 m² gereinigt. Quadratmeterweise wurden die Oberflächenfunde zusammengelesen und die Pfähle eingemessen. In der landseitigen Verlängerung des Sondiergrabens von Winiger/Hasenfratz fanden sich in einer Holzkohlekonzentration am Seegrund Reste eines Gefässes aus der Schnurkeramik. Diese Holzkohleschicht ist eindeutig mit den Schichten 18–20 des Sondiergrabens von 1981–1982 korrelierbar. Das Fundinventar umfasst zudem Keramikscherben, Steinbeile und Silices.

Bibliography comment

Keller u. Reinerth 1925, 171–172; Winiger u. Hasenfratz 1985, 158–171; Brem, Schnyder u. Leuzinger 2001, 7–28; Benguerel et al. 2010.