Immenstaad - Immenstaad-Kippenhorn

Country/Area

Community

Immenstaad

Place name

Immenstaad-Kippenhorn

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:15

Responsible for site

Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Arbeitsstelle für Feuchtbodenarchäologie
Fischersteig 9
783443 Gaienhofen-Hemmenhofen
e-mail: helmut.schlichtherle@rps.bwl.de

Administrative contact

Regierungspräsidium Stuttgart, Ref. 85 D - 78343 Gaienhofen-Hemmenhofen Fischersteig 9 Regierungspräsidium Tübingen, Ref. 26 D - 72016 Tübingen Alexanderstrasse 48
Extension (ha): 
5,81
Height above sea level (m): 
394,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Funde des Jung- und Endneolithikums, sowie Funde der spätbronzezeitlichen Urnenfelderkultur.

Description

see German version (no translation available). / Der Fundplatz liegt am Nordufer des Bodensees (Obersee), am Ufer von Immenstaad in einer Bucht beim Kippenhorn. 1888 wurde der Platz erstmals im 9. Pfahlbaubericht erwähnt. In den Museen von Überlingen, Friedrichshafen und Konstanz befinden sich Stein- und Bronzegeräte aus alten Aufsammlungen. 1930 gelangten Fundstücke aus verschiedenen Privatsammlungen in die Sammlung Forschner. Tauchaktionen und Begehungen durch das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg ab 1983 erbrachten Hinweise auf ein weiteres Pfahlfeld an der Westflanke des Kippenhorns. Einzelne Funde und Siedlungshinweise ziehen sich bis zur Schiffslände hin und stellen somit eine lose Verbindung zur Station Immenstaad-Schiffslände dar. Es dürfte sich um mehrere Siedlungen unterschiedlicher Zeitstellung handeln, die sich über eine Uferlänge von 1,5 km zwischen Kippenhorn und Kniebachmündung erstrecken. Eine Streitaxt, sowie einige Steinbeile weisen auf eine Besiedlung der Pfyner Kultur, Beile und Meißel aus Edelserpentin auf eine endneolithische Besiedlung. Eine bronzezeitliche Nadel kann nicht mehr eindeutig zugewiesen werden, eventuell stammt sie aus dem Hinterland. Weitere Bronzefunde sowie ein Mondidol belegen eine oder mehrere Seeufersiedlungen der Urnenfelderkultur (HaA2/HaB2). Die Station umfasst ein großes Pfahlfeld und eine weit ausgedehnte Fundstreuung. Die Funde weisen auf eine mehrfache Besiedlung des Platzes hin.

Bibliography comment

Heierli 1888,90; Schlichtherle 1994, 29-39.