Konstanz - Dingelsdorf-Seewiesen

Country/Area

Community

Konstanz

Place name

Dingelsdorf-Seewiesen

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:17

Responsible for site

Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Arbeitsstelle für Feuchtbodenarchäologie
Fischersteig 9
783443 Gaienhofen-Hemmenhofen
e-mail: helmut.schlichtherle@rps.bwl.de

Administrative contact

Regierungspräsidium Stuttgart, Ref. 85 D - 78343 Gaienhofen-Hemmenhofen Fischersteig 9 Regierungspräsidium Freiburg, Ref. 26 D - 79083 Freiburg i. B. Bissierstrasse 7
Extension (ha): 
1,55
Height above sea level (m): 
394,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Fundmaterial der Horgener Kultur, Einzelfund der Pfyner Kultur/Hornstaader Gruppe. Die Datierung der Dendroproben steht noch aus. 14C-Daten: 3495-3450 BC cal; 3375-2910 BC cal und 3345-2920 BC cal.

Description

see German version (no translation available). / Die Station liegt am Bodensee (Überlinger See) am östlichen Ortsrand von Dingelsdorf. Der Platz wurde in den 1970er-Jahren von Privatsammlern begangen. Das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg führte 1982 und 2002/2003 Prospektionen durch. Es handelt sich um zwei Pfahlfelder mit Lesefunden, die auf zwei Siedlungen inmitten einer gemeinsamen Fundstreuung hindeuten. Sie liegen innerhalb eines Steinrückens, dessen starke Versandung das Auffinden der Pfähle erschwert. Bis auf wenige Eichen sind die Pfähle von Sand überdeckt und bodeneben erodiert. Vereinzelt erscheinen horizontal eingelagerte Hölzer an der Oberfläche, an einigen Stellen wurden an die Oberfläche austretende Kulturschichten festgestellt. Auch scheinen sich die beiden Pfahlfelder anhand der Eichenpfähle zu unterscheiden. Im nordwestlichen Pfahlfeld gibt es vor allem große Eichenspältlinge mit Splintholzerhaltung, was auf eine Primärwaldnutzung schließen lässt. Im südöstlich gelegenen Pfahlfeld handelt es sich dagegen um Rundhölzer mit breiten Jahrringen, ein Hinweis auf Stockwaldnutzung. Bei den 2002 niedergebrachten 4 Bohrfluchten konnten zwei Kulturschichten nachgewiesen werden, die im SO besser erhalten sind als im NW. Die Station zeichnet aus sich durch zwei Pfahlfelder und Kulturschichten, die partiell unter Sandschichten liegen.

Bibliography comment

Bad. Fundber. 1951, 120f.; Reinerth 1952, Abb. 2; Müller 2002, 126.