Konstanz - Egg-Obere Güll I

Country/Area

Community

Konstanz

Place name

Egg-Obere Güll I

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:17

Responsible for site

Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Arbeitsstelle für Feuchtbodenarchäologie
Fischersteig 9
783443 Gaienhofen-Hemmenhofen
e-mail: helmut.schlichtherle@rps.bwl.de

Administrative contact

Regierungspräsidium Stuttgart, Ref. 85 D - 78343 Gaienhofen-Hemmenhofen Fischersteig 9 Regierungspräsidium Freiburg, Ref. 26 D - 79083 Freiburg i. B. Bissierstrasse 7
Extension (ha): 
1,76
Height above sea level (m): 
394,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Funde der Horgener Kultur und der Frühbronzezeit. 14C-Datum: Horgener Kultur: 3306-3023 BC cal. Dendrodaten: 1621 und 1620 v. Chr., (Splintgrenzendaten 1640, 1634 und 1602 v. Chr.).

Description

see German version (no translation available). / Die Station liegt am Bodensee (Überlinger See), in der Bucht östlich der Brücke zur Insel Mainau. Die Ufersiedlung ist bereits seit 1859 bekannt. Eine skizzenhafte Darstellung des Pfahlfeldes von 1898 zeigt Pfahlreihen wohl eines Siedlungszuganges, die das auf einer Untiefe befindliche Siedungsareal mit dem landseitigen Ufer verbinden. Die Siedlung wurde im Zuge von Tauchsondagen des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg 1994 und 1995 systematisch sondiert. Pfahlfeldreste sind lediglich im seeseitigen Bereich der Anlage festzustellen, Kulturschichten auf einem wenige Meter breiten Streifen nachzuweisen. Es sind nur wenig mächtige, sandig lessivierte Ablagerungen der späten Frühbronzezeit und, durch Seekreide getrennt, darunter liegend ein 10-20 cm mächtiges Detrituspaket mit aufliegender Brandschicht der Horgener Kultur. Gut erhaltener pflanzlicher Detritus aus der frühbronzezeitlichen Besiedlungsphase fand sich in den Kolken der frühbronzezeitlichen Mauerbohlen. Die frühbronzezeitliche Siedlung war seeseitig durch eine Holzmauer aus mächtigen Eichenbohlen befestigt. Zwischen Mauer und rückwärtigen Ankerpfosten verlief vermutlich ein Wehrgang. Im Innenbereich waren drei zweischiffige Hausgrundrisse nachzuweisen, deren Pfähle durch Flecklinge fundamentiert waren. Eine weitere frühbronzezeitliche Bauphase wird durch eine Eichenpfahlreihe belegt, die die festgestellten Hausstandorte schneidet. Die Ufersiedlung belegt die Existenz stark befestigter Anlagen in der späten Frühbronzezeit am Bodenseeufer.

Bibliography comment

Schnarrenberger 1891, 6; Wagner 1908, 27; Köninger 1996, 65-73; Köninger 2006a, 17-430.