Konstanz - Wallhausen-Ziegelhütte

Country/Area

Community

Konstanz

Place name

Wallhausen-Ziegelhütte

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:15

Responsible for site

Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Arbeitsstelle für Feuchtbodenarchäologie
Fischersteig 9
783443 Gaienhofen-Hemmenhofen
e-mail: helmut.schlichtherle@rps.bwl.de

Administrative contact

Regierungspräsidium Stuttgart, Ref. 85 D - 78343 Gaienhofen-Hemmenhofen Fischersteig 9 Regierungspräsidium Freiburg, Ref. 26 D - 79083 Freiburg i. B. Bissierstrasse 7
Extension (ha): 
5,27
Height above sea level (m): 
393,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Fundkomplex der mittleren Pfyner Kultur, sowie Funde der älteren Frühbronzezeit und späten Bronzezeit. Dendrodaten: ältestes Horgen: 3305 v. Chr., 3303 v. Chr., 3292 v. Chr., 3285 v. Chr., 3283 v. Chr., 3282 v. Chr., 3275 v. Chr., mittleres Horgen: 3025 v. Chr., spätes Horgen: 2838 v. Chr.

Description

see German version (no translation available). / Die Station am Bodensee (Überlinger See) wurde vor 1880 entdeckt. In den 1950er und 1960er Jahren sammelten sie Privatsammler ab, teilweise wurden wohl auch vom Eis aus 'Grabungen' durchgeführt. Erste Nachforschungen durch das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg fanden im Jahre 1981/82 statt. Zur Bergung der gefährdeten Kulturschichtreste erfolgten Rettungsgrabungen in den Jahren 1998 und 2000. Im Hafen wurde eine Pfyner Brandschicht und eine 5-6 schichtige Horgener Stratigraphie ausgegraben. Die Pfyner Keramik zeigt formale Ähnlichkeiten mit Keramik der Pfyn-Altheimer Gruppe Oberschwabens. Aus Horgener Zusammenhang sind zahlreiche Textilien, darunter Reste von Schuhen und eine Fischreuse hervorzuheben. Als Streufund liegt eine einseitig verzierte frühbronzezeitliche Tonscheibe vor. Westlich vor dem Hafen an der Halde konnten Scherben der späten Bronzezeit geborgen werden. Die Kulturschicht an der Hafeneinfahrt besteht aus wohl intentionell eingebrachtem Zweigwerk. Die Ast- und Zweiglage dürfte zur direkten Begehung des weichen wasserfreien Seegrundes hier eingebracht worden sein. Der Befund ist im Bereich der Ufersiedlungen am Bodenseeufer einzigartig. Das Fundmaterial ist spärlich, es enthält u. a. eine der seltenen schnurzopfverzierten Scherben. Die Kulturschicht dürfte in ein älteres Horgen zu datieren sein. Pfahlfeldreste finden sich vor der Hafeneinfahrt und östlich des Hafenbeckens. Von der Hafeneinfahrt stammen Dendrodaten der Hornstaader-Gruppe und der älteren Horgener Kultur. Der Fundplatz umfasst mehrere Pfahlstellungen. Vor allem zeichnet sich die Station durch eine umfassende Stratigraphie einschließlich einer Brandschicht und durch gute Erhaltung organischer Funde aus.

Bibliography comment

Tröltsch 1902; Rösch 1990b, 227 ff.; Lübke 2000; Köninger/Lübke 1999.