Lüscherz - Binggeli

Country/Area

Community

Lüscherz

Place name

Binggeli

Type of site

Associated Pile Dwelling Site (AS / S2)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:15

Responsible for site

Archäologischer Dienst des Kantons Bern
Adriano Boschetti : adriano.boschetti@erz.be.ch
Brünnenstrasse 66
3001 Bern

Administrative contact

Archäologischer Dienst des Kantons Bern Brünnenstrasse 66, Postfach 5233 CH - 3001 Bern

Dating

Years BC

Extension (ha): 
0,90
Height above sea level (m): 
428,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Aus der Tauchsondierung von 1987 liegen dendrochronologische Daten aus der Zeitspanne 3156-3148 v.Chr. und um 2842 vor.

Description

see German version (no translation available). / Die Fundstelle am Südufer des Bielersess, die auch unter dem Namen 'Neue Station' bekannt ist, wurde erstmals 1930 in der Literatur erwähnt. 1954, anlässlich der Ausgrabung in der Dorfstation von Lüscherz wurde eine Sondierung durchgeführt. Weitere Akrtivitäten fanden erst im Rahmen der Bestandesaufnahme 1987 statt, indem ein Sondierschnitt unter Waser angelegt wurde und Sondierbohrungen durchgeführt wurden. Das 1987 gewonnene Profil zeigt eine 0.80 m mächtige komplexe Stratigraphie und es ist mit mindestens 2000 Quadratmetern erhaltener Kulturschicht zu rechnen. Es handelt sich also um eine der am besten erhaltenen Ufersiedlungen des Bielersees in der Flachwasserzone. Da die Fundstelle erst relativ spät entdeckt wurde, ist auch nicht mit umfangreichen Störungen zu rechnen. Die Tauchsondierung 1987 erbrachte ein typisches spätneolithisches Fundensemble, das zu den dendrochronologischen Datierungen der Jahre 3156–3148 v.Chr. passt. An besonderen Funden sind drei Knochenpfeilspitzen mit ihren Schäften zu nennen, bei denen es sich um einzigartige Funde handelt, die bislang ohne Parallele sind. Verschiedene Objekte weisen auch auf eine endneolithische Besiedlung, die auch durch zwei dendrochronolische Daten des Jahres 2842 v.Chr. bestätigt werden. Bemerkenswert ist nicht nur die komplexe Stratigraphie, sondern auch das äusserst dichte Pfahlfeld.

Bibliography comment

Winiger 1989, 142-145.