Meersburg - Haltnau-Oberhof

Country/Area

Community

Meersburg

Place name

Haltnau-Oberhof

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:15

Responsible for site

Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Arbeitsstelle für Feuchtbodenarchäologie
Fischersteig 9
783443 Gaienhofen-Hemmenhofen
e-mail: helmut.schlichtherle@rps.bwl.de

Administrative contact

Regierungspräsidium Stuttgart, Ref. 85 D - 78343 Gaienhofen-Hemmenhofen Fischersteig 9 Regierungspräsidium Tübingen, Ref. 26 D - 72016 Tübingen Alexanderstrasse 48
Extension (ha): 
1,65
Height above sea level (m): 
394,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Funde der Pfyner Kultur, der Horgener Kultur, der älteren Schnurkeramik und der Urnenfelderkultur. Dendrodaten: späte Frühbronzezeit: 1760-1678 v. Chr.

Description

see German version (no translation available). / Die Station liegt am Bodensee (Überlinger See), unter dem steilen Ufer der Haltnau. Sie wurde von A. Walter 1881 entdeckt und erbrachte bereits im 19.Jh. eine große Zahl von Funden verschiedener Epochen. Die Station liegt ganzjährig unter Wasserbedeckung und entzog sich deshalb lange Zeit einer umfänglichen Erkundung und Ausgrabungstätigkeit. Erste systematische Untersuchungen fanden 1983 durch das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg statt. Die Station erstreckt sich uferparallel auf etwa 200m, landseitig dürften die Siedlungsreste unter den neuzeitlich aufgeschütteten Uferdamm und das dahinter liegende Anwesen ziehen. Im Uferbereich liegen Kulturschichten u. a. der mittleren bis späten Pfyner Kultur flächig am Seegrund. Am seeseitigen Rand tritt eine Kulturschicht der späten Frühbronzezeit in einem schmalen uferparallelen Streifen von ca. 130m Länge an der Oberfläche aus. Das Fundmaterial beinhaltet neben wenigen Scherben der Horgener Kultur einen umfangreichen Fundkomplex der mittleren bis späten Pfyner Kultur, darunter befindet sich auch der Fund eines Kupfermeißels. Neben wenigen Scherben der Schnurkeramik ist eine leistenverzierte Scherbe des Typs Goldberg III zu beachten. Ein großes Pfahlfeld und eine großflächige Kulturschicht zeichnen die Station aus. Die Schichten ziehen landwärts von neuzeitlichen aufgeschütteten Sedimenten überdeckt; seewärts liegt die Siedlung ganzjährig unter Wasserbedeckung. Die Station ist mit modernen Methoden noch kaum erkundet.

Bibliography comment

Tröltsch 1902, 230; Munro 1909, 156 f.; Lüning 1968, Taf. 62; Köninger 2006a, 303.