Mondsee - Scharfling

Country/Area

Community

Mondsee

Place name

Scharfling

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:17

Responsible for site

Kuratorium Pfahlbauten
UNESCO-Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
Mag. Henrik Pohl - Site Management Oberösterreich
Gemeindeamt Attersee am Attersee
Nußdorfer Straße 15
4846 Attersee
Österreich
e-mail: pohl@pfahlbauten.at

Administrative contact

Bundesdenkmalamt Abteilung für Bodendenkmäler Hofburg, Säulenstiege A - 1010 Wien
Extension (ha): 
0,20
Height above sea level (m): 
481,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / C14 Datierungen (nach Offenberger 1976a, 259): 'Scharfling 1' (VRI-311) 4940±120; 'Scharfling 2' (VRI-312) 4870±100; 'Scharfling 3' (VRI-313) 4660±90; 'Scharfling 4' (VRI-314) 4780±90; C14 Datierung (nach Dworsky - Reitmaier 2004: Dendro Nr. ZH: 39079: 4760±60; Nr. 39080: 4875±60; Nr. 39084: 4970±60

Description

see German version (no translation available). / Die Station Scharfling wurde von M. Much 1874 entdeckt. Die Siedlung liegt am Südufer des Mondsees, welches in unmittelbarer Nähe die Grenze zwischen den Bundesländern Oberösterreich und Salzburg aufweist. Seit den Untersuchungen von Willvonseder 1951 galt die Station als ausgebaggert und zerstört. 1971 wurde sie von Offenberger 'wiederentdeckt' und infolge dessen eine Oberflächenaufnahme mit Pfahlvermessung (ca. 4500 Pfähle), Fundbergung und begleitende naturwissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt. 2003 und 2004 wurde die Station im Rahmen der Inventarisierung der Seeufersiedlungen im Salzkammergut neu untersucht. Die Siedlung liegt linker Hand der Einmündung des Kienbaches. Das Pfahlfeld dehnt sich im Abstand von ca. 45 m vom Ufer über eine Fläche von ca. 65 x 25 m aus. Es deckt sich in seinen Ausmaßen grundsätzlich mit einer einheitlich dünnen Kulturschichtausdehnung im gesamten Areal. Pfahlfeld und Kulturschicht zeigen sich sich stark erodiert, wobei die Pfähle nicht weit über den Seeboden hinausreichen und gegen Seemitte weitgehend überdeckt sind. Vermeintliche Grundschwellen weisen keinerlei Bearbeitungsspuren auf und liegen direkt oberhalb der Seekreide. Aufgrund eines vielversprechenden Holzartenspektrums (Tanne/Fichte) ist die Siedlung trotz ihrer starkten Beschädigung für die Wissenschaft wertvoll. Ab einer Seetiefe von ca. 4-4,5 m ist die Kulturschicht vollkommen erodiert, hier findet sich noch Fundmaterial direkt auf der Seekreide. Die Siedlung steht unter Denkmalschutz.

Bibliography comment

Much 1874; Much 1876; Fanz und Weninger 1927; Willvonseder 1951; Maier 1964; Reitinger 1968; FÖ 9/1966-70); FÖ 10/1971; Offenberger 1971; FÖ 12/1972; Kral 1976; Niedermayr 1976; Offenberger 1976a; Offenberger 1976b; Wolff 1977; Morgan 1983; Offenberger 1986; Lochner 1997; Dworsky und Reitmaier 2004.