Oggelshausen - Bruckgraben

Country/Area

Community

Oggelshausen

Place name

Bruckgraben

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:16

Responsible for site

Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Arbeitsstelle für Feuchtbodenarchäologie
Fischersteig 9
783443 Gaienhofen-Hemmenhofen
e-mail: helmut.schlichtherle@rps.bwl.de

Administrative contact

Regierungspräsidium Stuttgart, Ref. 85 D - 78343 Gaienhofen-Hemmenhofen Fischersteig 9 Regierungspräsidium Tübingen, Ref. 26 D - 72016 Tübingen Alexanderstrasse 48
Extension (ha): 
13,22
Height above sea level (m): 
580,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Einzelfunde der Frühbronzezeit und der Urnenfelderkultur. Fundkomplexe der Hallstattkultur, Dendrodaten: zwischen 730 und 621 v. Chr.

Description

see German version (no translation available). / Die Fundstellen befinden sich im südlichen Federseeried, im Gewann Bruckgraben des Oggelshauser Riedes. Die Fundstellen bilden ein locker bebautes Areal entlang des subfossilen „Federbaches“ auf mindestens 600m in nord-südlicher Richtung. Sie wurden in den 1980er und frühen 1990er Jahren durch F. Herzig entdeckt und durch das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg von 1994 bis 2000 sondiert. Es handelt sich um mehrere bewohnte Fischfanganlagen der frühen Hallstatt Kultur, deren Nutzung sich durch große Mengen von Fischknochen und Siedlungsreste zu erkennen gibt, die in Mudde zur Ablagerung kamen. Die einzelnen Fundstellen bestehen aus faschinenartigen Fischzäunen, die trichterförmig unter kleinere Behausungen führen, die auf einem Pfostengeviert errichtet waren. Insgesamt wurden drei solcher Fanganlagen angeschnitten. Weitere Fanganlagen befinden sich im Gelände. Die Fischzäune dienten vor allem zum Fang von Hechten. Wie zahlreiche vorhandene Gebrauchskeramik und Reste von Feuerstellen belegen, waren die Behausungen zur Fangzeit im Frühjahr saisonal bewohnt. Eine spätbronzezeitliche Fundstreuung in den liegenden Mudden dürfte mit Transgressionsereignissen und damit verbundenen Erosionsprozessen im Bereich der unweit entfernt gelegenen Wasserburg Buchau zusammenhängen. Weitere Streufunde erschließen die frühbronzezeitliche Begehung des Areals. Der Befund der bewohnten, eisenzeitlichen Fischfanganlage ist in Südwestdeutschland einzigartig. Die Fundstelle ist im Rahmen der in den 1920er Jahren beim Torfstich aufgedeckten hallstattzeitlichen Fundstellen im südlichen Federseeried zu sehen, die ebenfalls am Federbach liegen.

Bibliography comment

Paret 1928, 52-58; Köninger 2001/02, 34-56.