Port - Stüdeli

Country/Area

Community

Port

Place name

Stüdeli

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:15

Responsible for site

Archäologischer Dienst des Kantons Bern
Adriano Boschetti : adriano.boschetti@erz.be.ch
Brünnenstrasse 66
3001 Bern

Administrative contact

Archäologischer Dienst des Kantons Bern Brünnenstrasse 66, Postfach 5233 CH - 3001 Bern
Extension (ha): 
0,30
Height above sea level (m): 
428,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Die beiden Kulturschichtblöcke datieren dendrochronologisch in die Zeitspannen von etwa 3580-3560 v.Chr. und etwa 3680-3640 v.Chr.. Typologische Indizien weisen in die Zeit zwischen 3700 und 3500 v.Chr. und auch frühbronzezeitliche Altfunde sind belegt.

Description

see German version (no translation available). / Die ersten neolithischen Funde in Port - Stüdeli wurden 1874 beim Bau des Nidau-Büren-Kanals geborgen. Ursprünglich lagen die Siedlungsreste an der Zihl (Ausfluss des Bielersees in die Aare). 1922 kartierte B. Moser die Fundstellen auf dem Gebiet der Gemeinde und in den Jahren zwischen 1936 und 1942 wurde die Stauwehr- und Schleusenanlage in der Zihl vollständig umgestaltet. Diese Arbeiten wurden archäologisch begleitet und es konnten erste Profil- und Pfahlfeldaufnahmen erstellt sowie Funde geborgen werden. 1980 löst der Bau einer Regenwasserleitung eine umfangreiche Rettungsgrabung aus, mit der allerdings nur der von den Arbeiten tangierte Uferabschnitt dokumentiert wurde (30 m2). Der grösste Teil der Fundstelle ist beim Bau von Stauwehr und Schleuse zerstört worden. Nur innerhalb eines schmalen Uferstreifens ist noch mit Siedlungsresten zu rechnen. Bereits bei der Ausgrabung von 1980 wurde festgestellt, dass Pfähle in den oberen Kulturschichten ausgetrocknet waren. Die Fundstelle ist heute von einer fortschreitenden Austrocknung bedroht. Die Bedeutung der Fundstelle Port - Stüdeli liegt in ihrer Lage an einem Fluss. Ebenfalls von Bedeutung ist das umfangreiche neolithische Fundmaterial, das neben Keramik und Geräten aus Stein, Knochen und Geweih auch zahlreiche organische Funde umfasst. Zu nennen sind verschiedene Holzartefakte, Rindenobjekte und Textilien. Das Fundmaterial aus den verschiedenen Ausgrabungen und aus Privatsammlungen, die Befunde sowie Ergebnisse der naturwissenschaftliche Untersuchungen sind in einer Monographie publiziert. Verschiedene Altfunde deuten auch eine frührbonzezeitliche Siedlungsphase an.

Bibliography comment

Hafner 1995, 13-16; Zwahlen 2003.