Schörfling am Attersee - Kammerl

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Schörfling am Attersee

Place name

Kammerl

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:17

Responsible for site

Kuratorium Pfahlbauten
UNESCO-Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
Mag. Henrik Pohl - Site Management Oberösterreich
Gemeindeamt Attersee am Attersee
Nußdorfer Straße 15
4846 Attersee
Österreich
e-mail: pohl@pfahlbauten.at

Administrative contact

Bundesdenkmalamt Abteilung für Bodendenkmäler Hofburg, Säulenstiege A - 1010 Wien

Dating

Years BC

Extension (ha): 
2,00
Height above sea level (m): 
469,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Datierung anhand der Fundstücke (Steingeräte, Keramikfragmente) und von C14 Daten: (Dworsky - Stradal 2001, 581f.) 3770-3630 BC.

Description

see German version (no translation available). / Um die Situation in Kammerl abzuklären und den aktuellen Zustand dieses Bodendenkmals zu analysieren, wurden im Frühjahr 2000, auf Initiative und unter Mithilfe des 'Vereines für Heimatforschung und Urgeschichte' in Schörfling, durch dier Österreichische Gesellschaft für Feuchtboden- und Unterwasserarchäologie triton und das Institut für Alte Geschichte der Universität Salzburg mehrere Prospektionstauchgänge durchgeführt. Bohrproben wurden entnommen um die tatsächliche Ausdehnung der Pfahlbausiedlung und eventuelle Kulturschichten festzustellen. Die von Institut für Isotopenforschung und Kernphysik durchgeführte Analyse (Labornummer VERA 1766) von Holzproben erbrachte ein Datum von von 4900 +/- 40, kalibriert 3770 BC (95,4%) 3630 BC. Das nur in sehr geringen Mengen vorhandene botanische Material ließ sich chronologisch nicht genauer eingrenzen. Denn sowohl untersuchte Brom-/ Him- /Kratzbeere (Rubus sp.), Apfel/ Birne (Pyrus/ Malus) (beide C/20) als auch Haselnuß (Corylus avellana) (D/20) sind bereits seit dem frühen Neolithikum in unseren Breiten bekannt. Während bei den Prospektionstauchgängen im Frühjahr noch größere neolithische Keramikfragmente vorgefunden wurden, konnten im Herbst nur mehr vereinzelte kleine Bruchstücke angetroffen werden. Insgesamt muss der Zustand dieses Bodendenkmals als sehr schlecht bezeichnet werden. Die Kulturschicht im Bereich des Pfahlbaues ist weitestgehend zerstört, wie die Prospektionstauchgänge und die Bohrprobenentnahmen deutlich belegen (nach Breitwieser - Stradal 2001).

Bibliography comment

Breitwieser-Stradal 2001; Dworsky-Stradal 2001; Gotsleben-Scheidl 1994; Willvonseder 1963-68.