Seeberg - Burgäschisee-Süd

Country/Area

Community

Seeberg

Place name

Burgäschisee-Süd

Type of site

Associated Pile Dwelling Site (AS / S2)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:15

Responsible for site

Archäologischer Dienst des Kantons Bern
Adriano Boschetti : adriano.boschetti@erz.be.ch
Brünnenstrasse 66
3001 Bern

Administrative contact

Archäologischer Dienst des Kantons Bern Brünnenstrasse 66, Postfach 5233 CH - 3001 Bern

Dating

Years BC

Extension (ha): 
0,20
Height above sea level (m): 
466,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Auf typologischem Weg kann die Fundstelle mit dem Fundkomplex von Twann US parallelisiert werden; die zur Verfügung stehenden dendrochronologischen Daten (n=129 aus den Fundstellen Süd und Südwest) sind im Vergleich dazu etwas jünger: 3760 - 3748 v.Chr.

Description

see German version (no translation available). / Die ersten Ausgrabungen in der Südstation des Burgäschisees fanden 1946 statt, denen grossflächige Untersuchungen in den Jahren 1952 und 1957-58 folgten. Auslöser für die nahezu vollständige Ausgrabung der Fundstelle war die 1943 durchgeführte künstliche Absenkung des Seespiegels und die dadurch befürchtete Austrocknung der Fundschichten. Bereits in der 1965 erschienenen Publikation der Holzgeräte berichtet H. Müller-Beck über ausgetrocknete Oberflächen der Holzobjekte. Seit den Ausgrabungen der 1950er Jahre haben keine Untersuchungen mehr stattgefunden. Der aktuelle Erhaltungszustand der Siedlungsreste kann deshalb ohne neue Sondierungen nicht beurteilt werden. Die Arbeiten in Burgäschisee Süd (und Südwest) waren in den 1950er Jahren zusammen mit den Untersuchungen E. Vogts im luzernischen Wauwilermoos (Egolzwil, Stationen 3-4) die ersten modernen Ausgrabungen der Moorarchäologie. Forschungsgeschichtlich ist auch der frühe Einsatz der Dendrochronologie durch B. Huber zu erwähnen, der später zur absoluten (Teil)datierung der Fundstellen Süd und Südwest führte. Die Ausgrabungen umfassten eine Fläche von knapp 600 m2 und tangierten vor allem den zentralen Teil der wahrscheinlich nur aus wenigen Häusern bestehenden Dorfanlage, die landseitig von einer Palisade abgeschlossen war. Fraglich ist, ob damit wirklich das gesamte Siedlungsareal erfasst worden ist, denn vergleichbare Fundstellen sind deutlich grösser. Die Existenz einer zweiten Häuserreihe, wie z.B. in zeitgleichen Fundstellen des Bielersees ist nicht völlig auszuschliessen. Auch die Frage, ob die (dendrochronologisch gleichzeitigen) Fundstellen Süd und Südwest nicht möglicherweise ein Dorf bilden, ist noch nicht beantwortet.

Bibliography comment

Boessneck et al. 1963; Müller-Beck 1965; Brunnacker et al. 1967; Bandi et al. 1973; Bleuer/Dubuis 1988; Müller-Beck 2005.