Seekirch - Stockwiesen

Country/Area

Community

Seekirch

Place name

Stockwiesen

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:15

Responsible for site

Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Arbeitsstelle für Feuchtbodenarchäologie
Fischersteig 9
783443 Gaienhofen-Hemmenhofen
e-mail: helmut.schlichtherle@rps.bwl.de

Administrative contact

Regierungspräsidium Stuttgart, Ref. 85 D - 78343 Gaienhofen-Hemmenhofen Fischersteig 9 Regierungspräsidium Tübingen, Ref. 26 D - 72016 Tübingen Alexanderstrasse 48
Extension (ha): 
0,55
Height above sea level (m): 
582,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Funde der späten Horgener Kultur und der Goldberg III-Gruppe. Ein wiggle-matching längerer Jahrringkurven ergab für die Schlagzeit 2890-2875 BC cal.

Description

see German version (no translation available). / An der Ostflanke des nördlichen Federseeriedes, deutlich in den verengten Ausläufer des Moores zurückgesetzt, befindet sich die Station Seekirch-Stockwiesen nordöstlich der Ortschaft Seekirch. Die Siedlung wurde 1985 von E. Keefer entdeckt. 1991 fanden erste Sondagen und Bohrungen durch das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg statt. Weitere Sondagen folgten 1992 bis 1996, sowie eine geophysikalische Prospektion 1995. Während der Grabungen wurden Proben für botanische und insektenkundliche Untersuchungen geborgen. Aufgedeckt wurden große Rechteckhäuser, die sich in enger Folge an einer als Bohlenweg befestigten Dorfstraße aufreihen. Das Keramikspektrum ist der späten Phase der Horgener Kultur mit Anklängen an die Goldberg III- Gruppe zuzuweisen. Charakteristisch für diese Zeit sind Importe von Edelserpentinbeilen. Als besondere Funde sind das Fragment eines Wagenrades und ein verziertes Birkenrindenröllchen zu erwähnen. Die einphasige Anlage umfasst unter Torfbedeckung einen vollständigen Siedlungsplan ebenerdiger Moorhäuser mit zugehöriger, als Bohlenweg ausgebauter Dorfstraße.

Bibliography comment

Schlichtherle/Strobel 1992,77-81; Schlichtherle 2004, 22-34.