Sutz-Lattrigen - Hauptstation

Country/Area

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Sutz-Lattrigen

Place name

Hauptstation

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:15

Responsible for site

Archäologischer Dienst des Kantons Bern
Adriano Boschetti : adriano.boschetti@erz.be.ch
Brünnenstrasse 66
3001 Bern

Administrative contact

Archäologischer Dienst des Kantons Bern Brünnenstrasse 66, Postfach 5233 CH - 3001 Bern
Extension (ha): 
1,50
Height above sea level (m): 
428,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Die Hauptstation umfasst mindestens acht Siedlungsphasen: 3825-22 v.Chr., 3638-3637 v.Chr., 3596-3566 v.Chr., 3412 v.Chr., 3202-3121 v.Chr., 3094-89 v.Chr. 3043-3036 v.Chr. und 3015-3013 v.Chr. (vorläufige Daten, n = etwa 8000-10000 Dendroproben).

Description

see German version (no translation available). / Der Uferabschnitt der Gemeinde Sutz-Lattrigen befindet sich am Südufer des Bielersees. Die sogenannte Hauptstation mit den Teilen 'Innen' und 'Aussen' wurde 1854 erstmals in der Literatur genannt. Die Fundstelle wird in allen wichtigen Publikationen des 19. Jahrhunderts erwähnt, obwohl nie umfangreiche Ausgrabungen stattgefunden haben. Die Fundstelle befindet sich in einer westexponierten langgezogenen Bucht mit einer breiten Flachwasserzone. Nur ein ganz kleiner Teil des Siedlungsareals befindet sich unter Land. Seit den Rettungsgrabungen 1988–2004 (Umfang etwa 19'000 m2) und den Schutzmassnahmen (Umfang etwa 6000 m2) sind die gefährdeten Zonen entweder archäologisch dokumentiert oder durch Geotextil und Kiesschüttungen vor der Erosion geschützt. Die Rettungsgrabungen 1988-2004 sind Teil des Gesamtprojekts 'Seeufersiedlungen Lattrigenbucht', das als eines der grössten Unternehmen im Bereich der Unterwasserarchäologie der Binnengewässer gelten kann. Dabei wurden nicht nur zehntausende von Funden sondern auch mehr als 13'000 Hölzer geborgen. Die wissenschaftliche Bearbeitung der Befunde verspricht zahlreiche grossflächige Dorfgrundrisse und detaillierte Einblicke in die Siedlungsentwicklung von etwa acht bis zehn prähistorischen Dörfern geben. Das jung- und spätneolithische Fundmaterial stellt eine hervorragende Ergänzung zu den Fundkomplexen von Twann dar, die als Referenzkomplexe für die Schweiz gelten. Das Fundmaterial ist abgesehen von Vorberichten noch unpubliziert.

Bibliography comment

Winiger 1989, 72-85; Hafner 2005, 41-48.