Sutz-Lattrigen - Kleine Station

Country/Area

Community

Sutz-Lattrigen

Place name

Kleine Station

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:15

Responsible for site

Archäologischer Dienst des Kantons Bern
Adriano Boschetti : adriano.boschetti@erz.be.ch
Brünnenstrasse 66
3001 Bern

Administrative contact

Archäologischer Dienst des Kantons Bern Brünnenstrasse 66, Postfach 5233 CH - 3001 Bern
Extension (ha): 
0,50
Height above sea level (m): 
428,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Aufgrund der erst begonnenen dendrochronologischen Analysen liegen Schlagdaten von mindestens drei Dörfern vor (3111 v. Chr., 2849/2845 v. Chr., 2785/2784/2782 v. Chr., 2756/2754 v.Chr.).

Description

see German version (no translation available). / Seit dem 1. Pfahlbaubericht von 1854 ist diese Fundstelle am Südufer des Bielersees unter den Namen 'Oberer Steinberg' oder 'Lattrigen West' bekannt. Die Bezeichnung 'Kleine Station' verwendete erstmals Th. Ischer in seiner Bielerseemonographie von 1928. An der Fundstelle haben bis 2002 nie Ausgrabungen stattgefunden und auch Altfunde fehlen bis auf wenige Ausnahmen. Die modernen Aktivitäten beschränken sich auf die Sondierbohrungen des Jahres 1986 und eine grobe Vermessung (1993). In den Jahren 2002 und 2003 ist die Fundstelle durch eine Rettungsgrabung grossflächig dokumentiert worden. Schon die Sondierbohrungen anlässlich der Bestandesaufnahme der Bielerseestationen von 1984–87 zeigten, dass nicht mehr mit erhaltenen Kulturschichten zu rechnen ist. Die Rettungsgrabungen 2002/2003 bestätigten dies ebenfalls. Die rasante Erosion kann auch mit einer 1928 publizierten Fotografie der Fundstelle verdeutlicht werden: Sie zeigt eine aus dem See ragende Steininsel von länglicher Form, von der heute keine Spur mehr zu sehen ist. Der Seegrund ist heute weitgehende eingegebnet. Die Fundstelle wurde in mehreren Etappen bis 2006 vollständig untersucht. Mit dieser raschen Dokumentation des erodierten Pfahlfeldes konnten die Befunde von drei sich überlagernden Dörfern in ihrer Gesamtheit erfasst werden. Vollständige Dorfgrundrisse sind ausgesprochen selten und bieten besonders gute Einblicke in die Entwicklung der Dorfarchitektur.

Bibliography comment

Ischer 1928, 177–179; Winiger 1989, 85–87, Hafner 2006, 52–53.