Traunkirchen - Traunkirchen

Country/Area

Community

Traunkirchen

Place name

Traunkirchen

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:17

Responsible for site

Kuratorium Pfahlbauten
UNESCO-Welterbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
Mag. Henrik Pohl - Site Management Oberösterreich
Gemeindeamt Attersee am Attersee
Nußdorfer Straße 15
4846 Attersee
Österreich
e-mail: pohl@pfahlbauten.at

Administrative contact

Bundesdenkmalamt Abteilung für Bodendenkmäler Hofburg, Säulenstiege A - 1010 Wien

Dating

Years BC

Extension (ha): 
0,00
Height above sea level (m): 
423,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Die von Wurmbrand entdeckten Stationen im Bereich des Traunausflusses wurden aufgrund des Fundmaterials dem Neolithikum zugeordnet. Die Station von Traunkirchen wurde durch eine C14 Datierung hallstattzeitlich eingeordnet: (VRI-739) 2480±90 (vgl. Offenberger-Nicolussi 1981)

Description

see German version (no translation available). / Die hallstattzeitliche Fundstelle Traunkirchen liegt am Westufer auf der Verlängerung einer Halbinsel im Traunsee. Der von Traunkirchen aus ostwärts in den See verlaufende 'Unterwassersporn' von 50 bis 60 m Länge ist seit dem Frühjahr 1981 als urgeschichtliche Siedlungsstelle bekannt. Anfang Oktober 1999 wurde die neolithische bzw. hallstattzeitliche Siedlung auf Einladung von Herrn Offenberger durch vier Taucher der Österreichischen Gesellschaft für Feuchtboden- und Unterwasserarchäologie triton in W- O Richtung betaucht. Dabei konnte festgestellt werden, daß kaum Pfähle oder Holstücke an der Oberfläche zu erkennen sind, wie sie Offenberger 1981 finden konnte. Oft, vor allem in ufernähe, steht der nackte Fels direkt unter einer dünnen Seekreideschicht an, aber auch die natürliche Sandschicht erweist sich als zu hart, um ohne Hilfsmittel in den Untergrund zu vorzudringen. Kulturschichten konnten sowohl oberflächlich als auch bei den Eingriffen kaum beobachtet werden. Der Sporn ist über weite Teile mit Vegetation überzogen, sodaß in diesem Fall auf größerflächige 'Rupfungen' verzichtet wurde. Eine durch einen aufgelaufenen Dampfer entstandene Rinne 4,5 m vor der Ufermauer zeigt sich heute bereits als stark überwachsene seichte Mulde, von kaum mehr 40 cm Tiefe. Die an den 'Profilen' untersuchte und danach abgedeckte Kulturschicht konnten ebenfalls noch lokalisiert werden, wurde aber wieder mit Steinen vor weiterer Ausspühlung geschützt. An Funden konnten neben einigen spätmittelalterlichen Utensilien und neuzeitlichem Material nur wenige, nicht aussagekräftige urgeschichtlichen Scherben gemacht werden. Insgesamt ist noch zu wenig über die Fundstelle bekannt, als dass man bereits jetzt etwas über den wissenschaftlichen Wert sagen könnte. Aufgrund der besonderen Zeitstellung und der äußeren Bedingungen bei der Fundstelle ist eine umfassende zukünftige Grabungstätigkeit mit großflächigen Abtragungen nicht auszuschließen.

Bibliography comment

Czech 1985/86; Nicolussi 1995; Offenberger 1986.