Überlingen - Nußdorf-Strandbad

Country/Area

Community

Überlingen

Place name

Nußdorf-Strandbad

Type of site

Pile Dwelling Site (PD / S3)

Last edited by

admin

Last update

Thu, 02/19/2015 - 17:16

Responsible for site

Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Arbeitsstelle für Feuchtbodenarchäologie
Fischersteig 9
783443 Gaienhofen-Hemmenhofen
e-mail: helmut.schlichtherle@rps.bwl.de

Administrative contact

Regierungspräsidium Stuttgart, Ref. 85 D - 78343 Gaienhofen-Hemmenhofen Fischersteig 9 Regierungspräsidium Tübingen, Ref. 26 D - 72016 Tübingen Alexanderstrasse 48
Extension (ha): 
2,01
Height above sea level (m): 
394,00

Map of pile dwelling sites

Dating text

see German version (no translation available). / Funde der Hornstaader Gruppe, der Pfyner Kultur, der Horgener Kultur, der Schnurkeramik, Frühbronzezeit und Urnenfelderkultur. Dendrodaten: 3178-3135 v. Chr.

Description

see German version (no translation available). / Die Station liegt am Bodensee (Überlinger See), östlich der Nußbachmündung an der so genannten Liebesinsel und wurde 1862 durch F. X. Ullersberger entdeckt. Die Siedlungsflächen liegen landseits bei winterlichen Pegelständen im wasserfreien Bereich der Flachwasserzone, seeseitig ziehen sie in den Haldenbereich. Das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg sondierte die Anlage in den Jahren 1981, 1982, 1992 und 1993 am Ufer und unter Wasser. Es befinden sich Kulturschichten von Siedlungen der Hornstaader Gruppe und der Pfyner Kultur im zentralen und westlichen Bereich der Station. Von besonderer Bedeutung ist eine Kulturschicht der Horgener Kultur mit reichhaltigem Fundmaterial, das durch seine besondere, leistenverzierte Ware namengebend für die Lokalgruppe „Nußdorf-Dullenried“ ist. Die Station hat vor allem wegen dieser Horgener Siedlung eine herausragende Bedeutung für die Erforschung des endneolithischen Kulturgefüges. An der Westseite der Liebesinsel wurden im Zuge Reservat bildender Maßnahmen etwa 1600m² offen am Seegrund liegende Kulturschichten durch eine Kieslage mit seeseitigem Gerölldamm abgedeckt.

Bibliography comment

MAGZ Tröltsch 1902, 221; Schlichtherle 1990a, 210; Köninger 1999, 19-30.